| a | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
T H I S T L E G O R M
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Details | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Thistlegorm ist eines der berühmtestes Wracks der Welt. Erst in den fünfziger Jahren stieß Jacques Cousteau per Zufall auf das Wrack der Thistlegorm. Danach blieb das Wrack 35 Jahre unangetastet. 1991 schließlich fand es eine Gruppe Taucher bei einer gut geplanten Suchaktion. Die minimalste Tauchtiefe ist am Bug des Wracks auf 17 Metern. Die maximale Tiefe von 30 Metern erreicht man bei der Schiffsschraube. Abgetaucht wird immer an einer Ankerleine, welche vom Diveguide am Bug der Thistlegorm befestigt wird.
Normalerweise muss mit mässiger, teilweise aber auch mit starker Strömung gerechnet werden. Die Sicht lässt meist zu Wünschen übrig und liegt im Schnitt zwischen 10 und 15 Metern. Eigentlich hat man nur auf einer Tauchsafari die Gelegenheit, die Thistlegorm in den frühen Morgenstunden bei guten Sichtverhältnissen zu betauchen. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Es war 1:30 Uhr nachts, als das Flugzeug gehört wurde. Zu dieser Zeit lag natürlich ein Großteil der Besatzung tief schlafend in den Kojen.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die angreifende Heinkel (Bild links) klinkte zwei Bomben aus, welche mittschiffs ein riesiges Loch in die Bordwand rissen. Die Treffer lagen genau hinter der Brücke bei den auf Deck befestigten Lokomotiven. Augenzeugen von der "HMS Carlisle" berichteten, dass die unter Dampf stehenden Kessel sofort explodierten und knapp 10 Minuten später auch die gelagerte Munition und die Leuchtpatronen wie ein Feuerwerk in die Luft gingen. Knapp 10 Minuten nach der ersten Erschütterung wurde die Thistlegorm von einer weiteren Detonation erschüttert, die das Heck vom Rumpf trennte und Schiffsteile bis auf die naheliegenden Schiffen schleuderte. Man geht davon aus, dass die geladenen Minen, die Torpedos und die schwere Munition in der großen Hitze explodierten. Dann klappte die Thistlegorm wie ein Schweizer Taschenmesser zusammen und versank.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Von vorne bietet die Thistlegorm einen gespenstischen, ja geradezu gigantischen Anblick. Der riesige Anker auf der Backbordseite ist immer noch hochgezogen, der Steuerbordanker hat sich beim Untergang losgerissen und liegt nun vor dem Wrack auf Grund. Auf dem Deck des Vorschiffs ist vieles noch intakt, so zum Beispiel die grosse Ankerwinde, die Befestigungsklampen oder die Ankerketten. Teilweise haben sich Weichkorallen und Schwämmen angesiedelt.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Taucht man über das Vorschiff so kommt man zunächst an den Vorschiff-Kajüten vorbei, welche durchtaucht werden können. An-schließend folgen die zwei geöffneten Laderäume des Vorschiffs, von den Luken ist weit und breit nichts zu sehen. Links und rechts sind auf dem Oberdeck noch die beiden Kesselwagons, welche wie Getränkedosen eingedrückt sind.
|
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Hier gehts über die mit vielen Motorrädern beladenen LKWs. Leider sind die meisten Bestandteile der Fahrzeuge wie Lampen, Sitze und Lenker von den vielen tausend Souveniertauchern, die in den neunziger Jahren hier waren, abgeschraubt worden. Erstaunlich ist, dass sämtliche Reifen der Motorräder und Lastwagen auch nach 60 Jahren noch voll aufgepumpt und quasi neuwerting sind. Im unteren Laderaum befinden sich Reifen, Generatoren und 303 Enfield-Karabiner, welche zu festen Metalklumpen zusammengerostet sind. Im hinteren Teil des 1. Laderaumes liegen hunderte Gummistiefel, welche aufgrund der enormen Schuhgrößen vermutlich für Gasschutzanzüge verwendet wurden.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Beim 2. Lade-raum kann man auf die Backbordseite tauchen wo einige Ford WOT2A vor sich hin-rosten.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
Auf dem Ober-deck sind die Flugabwehrka-none und das starke Maschinen-gewehr noch vor-handen. Stumme Zeugen des zweiten Weltkriegs.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Nebst den beiden Lokomotiven wurden auch drei Schützenpanzer bei der Explosion weggeschleudert und liegen nun rund um den zerstörten Bereich auf dem Sandgrund. Die stark beschädigten Lokomotiven liegen weiter entfernt. Taucht man weiter so kommt man zum den Heck der Thistlegorm, welches in einer Backbord Schräglage von 50 Grad auf Grund liegt. Im Heckbereich waren die Kabinen der Schiffsmann-schaft und die Waschräume, wovon einige betaucht werden können. Die Räume geben jedoch nicht viel her, da sind die Laderäume auf dem Vorschiff einiges attraktiver. Dafür sind die Aufbauten auf dem Heck umso interessanter. Zwischen verbogenen Metallplatten kommt man zum Achterdeck. Im Bereich des Unterdecks ist die Reeling noch mehr oder weniger vorhanden und mit Prachtkorallen bewachsen. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Quelle Fotos: © Matthias Merian, Wustermark
Alle auf dieser Website abgebildeten Fotos unterliegen dem © copyright. Eine Ver-öffentlichung gleich welcher Art bedarf der schriftlichen Genehmigung des Urhebers. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| >zurück zur Startseite< | >zurück zu den Tauchplätzen< | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||